COCOON and SKIN

Gabriele Kaiser-Schanz und Claudia Robles

Die beiden Künstlerinnen zeigen ihre Performance COCOON and SKIN parallel und beschäftigen sich dabei auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Metamorphose.

Der Prozess des Dialoges findet im aktiven experimentieren der beiden Künstlerinnen statt. Die beiden Performances fließen so zu einer Symbiose zusammen und bilden das Gesamtwerk.

Bei der Performance liegt die Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz, einer pränatalen Situation gleichend, zusammengekauert in einem lebensgroßen Papierkokon. In der nächsten Sequenz beginnt die Protagonistin langsam mit dem haptischen Erkunden des Innenraumes und versucht sich einen Weg nach Außen zu verschaffen. Die Entpuppung selbst gelingt nur mit großer körperlicher Anstrengung: Mit bloßen Händen und dem Treten mit den Füßen gegen die Hülle bricht die Künstlerin den Kokon auf und kann sich mühsam einen Ausgang erarbeiten, um sich schließlich endgültig der Hülle zu entledigen. Der mühsame Akt des Aufbrechens wird zum Initialmoment, der den erlösenden Befreiungsprozess und die Metamorphose verdeutlicht. Die Künstlerin singt nach dem Ausbruch archaisch dumpfe Töne, um nach dem Chaos wieder ein Gleichgewicht zu erreichen.

Die audiovisuelle Künstlerin Claudia Robles betrachtet die Metamorphose inspiriert durch den in der Natur vorkommenden Häutungsprozess. Während der Performance werden mikroskopische Nahaufnahmen der Haut der Künstlerin direkt projiziert. Der Sound wird durch den Feuchtigkeitsgehalt der Haut, der sich durch emotionale Anspannung oder Entspannung verändert, erzeugt. Bei dieser Performance arbeitet Claudia Robles mit dem bio-interface, dem GSR (galvanic skin resistance), der die Tonbildung unterstützt. Der GSR misst die Variationen von Schweißdrüsen und Porengröße im Zusammenspiel mit dem sympathischen Nervensystem.

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